Warten scheint die Hauptbeschäftigung im 4. Lebensalter zu sein. Ich hatte eine Kolik im Wiederholungsfall. Ich wurde vom Internisten in eine Klinik eingewiesen. Erst Warten in der Notaufnahme, dann Warten auf die Einweisung in eine Station. In der Station warten auf eine Untersuchung, die nüchtern durchzuführen war. Nach 6 Stunden Warten wusste ich nicht mehr, ist mir schwindlig, habe ich Hunger oder habe ich Schmerzen. Ich verschwand aus der Klinik, als mir nicht gesagt werden konnte, wann die besagte Untersuchung stattfinden könnte. Noch heute, von wem oder erst am nächsten Tag?
Rentner können warten, aber so wie es in England sein soll, wo man umso länger warten muss, je älter man ist, ist es bei uns noch nicht. In der nächsten Klinik klappte es nämlich ganz gut. Ich wurde nach 4 Stunden in ein Zimmer eingewiesen. Besagte Untersuchung war auch schon durchgeführt worden. Ich traf auf einen Zimmergenossen, der zum 5. Mal wegen derselben Sache in dieser Klinik war. Er fasste seine Erfahrung über die 5 Male zusammen:
"Die meinen , du hast Zeit. Du wartest, sie tun mit dir nichts. Erst wenn du zusammenbrichst, d.h. am Verrecken bist, dann fangen sie an zu laufen. Dann klappt es auch."
Dienstag, 10. März 2009
Sonntag, 1. Februar 2009
Wieviel Kinder braucht man, dass...
"Wieviel Kinder braucht man, dass sie die Eltern nach Schloß Elmau einladen?", fragte mich eine Frau, als wir mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind mit sichtlichem Vergnügen eine ganze Woche lang auf Schloß Elmau zubrachten.
Ich überlegte kurz und sagte:
"Sechs."
Ich habe nun ein paar so völlig überraschende Ereignisse mit unseren Kinder zusammengestellt, wo ich mir sage: "Das wäre ohne Kinder nicht möglich."
1. Gemeinsamer Urlaub auf Schloß Elmau
2. Familientreff in den Allgäuer Alpen zum 40. Geburtstag einer der Töchter.
3. Organisation eines Familientreffs anläßlich der Antrittsvorlesung in Universitätsstadt
4. Gemeinsame Erkundung von Kanada mit dem Auto.
5. Übernahme schwieriger Steinmetzarbeiten für den Vater bei einem gemeinsamen Bildhauerkurs mit 2 Kindern.
6. Durchführung einer Wanderung zu einem oberbayrischen Berggipfel und damit Erfüllung eines langersehnten Wanderzieles.
7. Übernahme des Lesens eines schwierigen Buches und markieren der Stellen, die den Vater interessieren.
.
Ich überlegte kurz und sagte:
"Sechs."
Ich habe nun ein paar so völlig überraschende Ereignisse mit unseren Kinder zusammengestellt, wo ich mir sage: "Das wäre ohne Kinder nicht möglich."
1. Gemeinsamer Urlaub auf Schloß Elmau
2. Familientreff in den Allgäuer Alpen zum 40. Geburtstag einer der Töchter.
3. Organisation eines Familientreffs anläßlich der Antrittsvorlesung in Universitätsstadt
4. Gemeinsame Erkundung von Kanada mit dem Auto.
5. Übernahme schwieriger Steinmetzarbeiten für den Vater bei einem gemeinsamen Bildhauerkurs mit 2 Kindern.
6. Durchführung einer Wanderung zu einem oberbayrischen Berggipfel und damit Erfüllung eines langersehnten Wanderzieles.
7. Übernahme des Lesens eines schwierigen Buches und markieren der Stellen, die den Vater interessieren.
.
Labels:
Erkundung,
Familientreff,
Gemeinsame Unternehmungen,
Lesen,
Reise,
Urlaub,
Wanderung
Donnerstag, 8. Januar 2009
Email für die Ehefrau
Bis jetzt hat nur der Ehemann eine Emailadresse, aber jetzt hat der Schwiegersohn eine Emailadresse für die Ehefrau eingerichtet:
Grund:
Die Ehefrau ist Mitglied der Garchinger Hospizgruppe. Die Gruppe hat keinen Vorstand, sondern organisiert sich selbst im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Was liegt näher als die Zusammenarbeit der Gruppe mit Emails zu organisieren:
Grund:
Die Ehefrau ist Mitglied der Garchinger Hospizgruppe. Die Gruppe hat keinen Vorstand, sondern organisiert sich selbst im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Was liegt näher als die Zusammenarbeit der Gruppe mit Emails zu organisieren:
- Nächste Zusammenkunft, Tagesordnung
- Protokoll
- Ausflüge und Veranstaltungen
Labels:
"Gruppe anstatt Verein",
EDV-Unterstützung
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Gute Jahre, schlechte Jahre
Es käme mehr darauf an, die Zahl der guten Jahre zu vermehren , anstatt die absoluten Zahl der Lebensjahre nach oben zu schrauben, meinen ein paar englische Wissenschaftler in der SZ. Die, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, erwarten in Deutschland 10 bis 15 gute Jahre und anschließend 10 bis 15 schlechtere Jahre.
Wie wahr, mehr gute Jahre wären natürlich recht.
Wie wahr, mehr gute Jahre wären natürlich recht.
Labels:
gute Jahre,
Lebenserwartung.,
schlechte Jahre
Montag, 3. November 2008
Schwarmintelligenz
Eine Art von Schwarmintelligenz zu nutzen, ist, sich einer Reisegruppe des Seniorentreffs anzuschließen. Wir machen das gerne:
In den letzten 6 Wochen fuhren wir mit dem Seniorentreff einmal 5 Tage nach Mecklenburg-Vorpommern und einmal wanderten wir bei Reichenhall-Berchtesgaden auf dem Salinenweg, den Reichenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegte.
Die Seniorengruppe zeigte eine tolle Disziplin, es gab keinen einzigen Ausreißer. Varianten wurden von der Reiseleitung toleriert, wenn nur die Eckpunkte stimmten. Keiner sollte wegen solcher Sonderwünsche warten müssen. Musste auch keiner.
Das ist gar nicht so selbstverständlich. Kürzlich las ich den Excursionsbericht einer Gruppe an der TU. 19 Studenten und vier Betreuer samt Fahrer mussten auf einen Studenten länger als 15 Minuten warten, bis die Gruppe losfahren konnte.
Mir erzählte ein Ehepaar, sie habe die Route nach Mecklenburg- Vorpommern des Seniorentreffs abgefahren und habe noch so und soviel Orte besucht, was der Seniorentraff nicht angeboten habe. Unser Aufnahmevermögen hätte für nicht mehr gereicht und es wurde immer rumgefragt: Wollt ihr noch nach Doberan oder sonstwohin? Einmal haben wir noch einen Eichenhain im Regen besucht, aber nur die, die noch nicht genug hatten. Zugegeben, es hat sich gelohnt.
Es gibt noch andere Schwarmintelligenz , die man für sich nutzen kann. Am Tag der offenen Tür auf dem Campus trafen wir Bekannte in zwei Gruppen, die an uns vorbeizogen. Man spart sich das Heraussuchen aus den vielen, vielen Angeboten. Das funktionierte auch bei der langen Nacht der Münchner Museen. Die Beteiligten nutzen die Erfahrung anderer, die die Auswahl treffen. sie haben keine Umwege, verlieren keine Zeit durch Schlangestehen, werden nicht überfordert und haben Wahlmöglichkeiten. Sie können aufhören, wenn es ihnen reicht. Wir waren zu 13 unterwegs. Einer war nicht zufrieden und versuchte, seine Liste abzuarbeiten. Vergebens: Shuttle, Schlangen, falsch geschätzter Zeitaufwand, alles kam zusammen, und es gelang nur sehr, sehr wenig.
In den letzten 6 Wochen fuhren wir mit dem Seniorentreff einmal 5 Tage nach Mecklenburg-Vorpommern und einmal wanderten wir bei Reichenhall-Berchtesgaden auf dem Salinenweg, den Reichenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegte.
Die Seniorengruppe zeigte eine tolle Disziplin, es gab keinen einzigen Ausreißer. Varianten wurden von der Reiseleitung toleriert, wenn nur die Eckpunkte stimmten. Keiner sollte wegen solcher Sonderwünsche warten müssen. Musste auch keiner.
Das ist gar nicht so selbstverständlich. Kürzlich las ich den Excursionsbericht einer Gruppe an der TU. 19 Studenten und vier Betreuer samt Fahrer mussten auf einen Studenten länger als 15 Minuten warten, bis die Gruppe losfahren konnte.
Mir erzählte ein Ehepaar, sie habe die Route nach Mecklenburg- Vorpommern des Seniorentreffs abgefahren und habe noch so und soviel Orte besucht, was der Seniorentraff nicht angeboten habe. Unser Aufnahmevermögen hätte für nicht mehr gereicht und es wurde immer rumgefragt: Wollt ihr noch nach Doberan oder sonstwohin? Einmal haben wir noch einen Eichenhain im Regen besucht, aber nur die, die noch nicht genug hatten. Zugegeben, es hat sich gelohnt.
Es gibt noch andere Schwarmintelligenz , die man für sich nutzen kann. Am Tag der offenen Tür auf dem Campus trafen wir Bekannte in zwei Gruppen, die an uns vorbeizogen. Man spart sich das Heraussuchen aus den vielen, vielen Angeboten. Das funktionierte auch bei der langen Nacht der Münchner Museen. Die Beteiligten nutzen die Erfahrung anderer, die die Auswahl treffen. sie haben keine Umwege, verlieren keine Zeit durch Schlangestehen, werden nicht überfordert und haben Wahlmöglichkeiten. Sie können aufhören, wenn es ihnen reicht. Wir waren zu 13 unterwegs. Einer war nicht zufrieden und versuchte, seine Liste abzuarbeiten. Vergebens: Shuttle, Schlangen, falsch geschätzter Zeitaufwand, alles kam zusammen, und es gelang nur sehr, sehr wenig.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Warum gehen wir im Alter nicht nach Görlitz?
In der Süddeutschen Zeitung stand zu lesen, dass clevere alte Leute, nach Görlitz ziehen. Ein ehemaliger Buchhändler aus Münster sagte:
"Ich bekomme hier eine Wohnung zum halben Preis, das Leben ist preiswerter, die Wege kürzer, das Kulturangebot reichlich. Was will ich mehr? Ich bin den Milliarden gefolgt, die nach Görlitz geflossen sind."
Ich spreche mit einem frustriertem Mitbürger nach dem Motto:
"Bei uns wird es immer schlimmer. Warum bleiben wir Rentner hier?"
Ich meine wegen der Gesundheit.
Er: "Ich kenne eine Familie, die ist in eine Chiemgauer Kleinstadt gezogen. Sie haben hier ihr Haus im Speckgürtel von München verkauft, sich dort ein schöneres, neues Haus gekauft und immer noch 100 000 € gespart. Die Kleinstadt hat eine Therme, die tut mehr für ihre Gesundheit als die Münchner Spezialärzte, auf die ich wohl anspiele."
Ich wende ganz zaghaft ein:
"Hier hab ich doch meine Freunde, ich bin ehrenamtlich engagiert und das möchte ich nicht aufgeben."
"Das kannst du da unten auch machen, du bekommst schnell Anschluß."
"Ich möchte nicht darauf verzichten, in die heimliche Kulturhauptstadt zu fahren."
"Das können die auch, sie können zudem nach Rosenheim und Salzburg fahren, das würde für dich leicht langen."
"Ja schon, aber ich kannn es mir noch leisten, hier zu bleibnen."
"Ja dann, aber es wird bei der Finanzkrise nicht mehr lang dauern, bis dir die Inflation die Rente wegfrißt."
"Ich bekomme hier eine Wohnung zum halben Preis, das Leben ist preiswerter, die Wege kürzer, das Kulturangebot reichlich. Was will ich mehr? Ich bin den Milliarden gefolgt, die nach Görlitz geflossen sind."
Ich spreche mit einem frustriertem Mitbürger nach dem Motto:
"Bei uns wird es immer schlimmer. Warum bleiben wir Rentner hier?"
Ich meine wegen der Gesundheit.
Er: "Ich kenne eine Familie, die ist in eine Chiemgauer Kleinstadt gezogen. Sie haben hier ihr Haus im Speckgürtel von München verkauft, sich dort ein schöneres, neues Haus gekauft und immer noch 100 000 € gespart. Die Kleinstadt hat eine Therme, die tut mehr für ihre Gesundheit als die Münchner Spezialärzte, auf die ich wohl anspiele."
Ich wende ganz zaghaft ein:
"Hier hab ich doch meine Freunde, ich bin ehrenamtlich engagiert und das möchte ich nicht aufgeben."
"Das kannst du da unten auch machen, du bekommst schnell Anschluß."
"Ich möchte nicht darauf verzichten, in die heimliche Kulturhauptstadt zu fahren."
"Das können die auch, sie können zudem nach Rosenheim und Salzburg fahren, das würde für dich leicht langen."
"Ja schon, aber ich kannn es mir noch leisten, hier zu bleibnen."
"Ja dann, aber es wird bei der Finanzkrise nicht mehr lang dauern, bis dir die Inflation die Rente wegfrißt."
Freitag, 5. September 2008
Wolke 9
Der Film Wolke 9 erregte Aufsehen.
Für meinen Blog ist das kein Thema.
Ich verweise auf das Beispiel Goethe in meinem Block "Glük mit Bücherm" , der mit 74 Jahren als Witwer sich in eine 19 jährige verliebte und ihr die Heirat antrug. Er entsagte der Liebe, stürzte sich in die Arbeit und schuf Faust II und Wilhelm Meisters Wanderjahre, die zu seinem Rum wesentlich beitrugen.
Heutzutage könnte man ja einen Film drehen. (Wolke 9 wurde übrigens auch streckenweiese mit Amateurkameras erstellt.)
Für meinen Blog ist das kein Thema.
Ich verweise auf das Beispiel Goethe in meinem Block "Glük mit Bücherm" , der mit 74 Jahren als Witwer sich in eine 19 jährige verliebte und ihr die Heirat antrug. Er entsagte der Liebe, stürzte sich in die Arbeit und schuf Faust II und Wilhelm Meisters Wanderjahre, die zu seinem Rum wesentlich beitrugen.
Heutzutage könnte man ja einen Film drehen. (Wolke 9 wurde übrigens auch streckenweiese mit Amateurkameras erstellt.)
Abonnieren
Posts (Atom)