Im Chrismon stand letztens drin, dass man einen, der über seine Krankheit reden will, anhören soll und nicht seine eigene Krankheitsgeschichte erzählen soll.
Im Prinzip mag das richtig sein, aber wenn sogar Männer in einem Wartezimmer über ihre Krankheisterfahrungen sich austauschen, finde ich das toll. Sonst sitzen gerade die Männer stumm herum und bringen den Mund nicht auf.
Ich frage direkt meine Spezln, welche Erfahrungen sie haben . Welchen Arzt können sie empfehlen? Welche Klinik erschien ihnen am besten? Ist die minimale operative Merhode am besten? Lohnt es sich bei Leistenbrüchen zum Spezialisten zu gehen? Ist der Arzt auf Operation aus?
Tausend Fragen ergeben sich, wo ich froh bin, wenn ich mehrere Meinungen bekomme.
Natürlich regt das hin- und wieder auch auf:
"Ich geh gar nicht mehr hin, die reden nur noch über ihre Krankheiten. Frühr waren es die Autos, dann die Weiber, schließlich die Aktien, jetzt ist es noch der Fußball und noch wichtiger die Krankheit," meinte ein Spezi und blieb endgültig weg.
Montag, 11. Mai 2009
Dienstag, 7. April 2009
Krankheitsgeschichten
Im vorletzten Chrismon wurde bemängelt, dass viele Leute sich die Krankheitsgechichten anderer Leute nicht anhören wollen, sondern sie noch übertrumpfen mit dem Tenor
"Bei mir war alles schlimmer."
Ich höre oft von meinen Spezln:
"Da kannst nicht mehr hingehen, die erzählen nur von ihren Krankheiten."
Ich geh gerne hin, ich frage um Rat:
Zu welchem Arzt soll ich gehen?
Welches Krankenhaus ist am besten für die und die Krankheit?
Was habt Ihr für einen Wert?( PSA-, Leber-, Cholesterin etc)
Was haltet ihr von Bludrucksenkern?
Ist was bekannt von Krankenhausinfektionen?
Die Leute sind bereit, Auskunft zu geben und haben oft viel Erfahrung, die sie einem ehrlich mitteilen.
"Bei mir war alles schlimmer."
Ich höre oft von meinen Spezln:
"Da kannst nicht mehr hingehen, die erzählen nur von ihren Krankheiten."
Ich geh gerne hin, ich frage um Rat:
Zu welchem Arzt soll ich gehen?
Welches Krankenhaus ist am besten für die und die Krankheit?
Was habt Ihr für einen Wert?( PSA-, Leber-, Cholesterin etc)
Was haltet ihr von Bludrucksenkern?
Ist was bekannt von Krankenhausinfektionen?
Die Leute sind bereit, Auskunft zu geben und haben oft viel Erfahrung, die sie einem ehrlich mitteilen.
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Dienstag, 10. März 2009
Warten
Warten scheint die Hauptbeschäftigung im 4. Lebensalter zu sein. Ich hatte eine Kolik im Wiederholungsfall. Ich wurde vom Internisten in eine Klinik eingewiesen. Erst Warten in der Notaufnahme, dann Warten auf die Einweisung in eine Station. In der Station warten auf eine Untersuchung, die nüchtern durchzuführen war. Nach 6 Stunden Warten wusste ich nicht mehr, ist mir schwindlig, habe ich Hunger oder habe ich Schmerzen. Ich verschwand aus der Klinik, als mir nicht gesagt werden konnte, wann die besagte Untersuchung stattfinden könnte. Noch heute, von wem oder erst am nächsten Tag?
Rentner können warten, aber so wie es in England sein soll, wo man umso länger warten muss, je älter man ist, ist es bei uns noch nicht. In der nächsten Klinik klappte es nämlich ganz gut. Ich wurde nach 4 Stunden in ein Zimmer eingewiesen. Besagte Untersuchung war auch schon durchgeführt worden. Ich traf auf einen Zimmergenossen, der zum 5. Mal wegen derselben Sache in dieser Klinik war. Er fasste seine Erfahrung über die 5 Male zusammen:
"Die meinen , du hast Zeit. Du wartest, sie tun mit dir nichts. Erst wenn du zusammenbrichst, d.h. am Verrecken bist, dann fangen sie an zu laufen. Dann klappt es auch."
Rentner können warten, aber so wie es in England sein soll, wo man umso länger warten muss, je älter man ist, ist es bei uns noch nicht. In der nächsten Klinik klappte es nämlich ganz gut. Ich wurde nach 4 Stunden in ein Zimmer eingewiesen. Besagte Untersuchung war auch schon durchgeführt worden. Ich traf auf einen Zimmergenossen, der zum 5. Mal wegen derselben Sache in dieser Klinik war. Er fasste seine Erfahrung über die 5 Male zusammen:
"Die meinen , du hast Zeit. Du wartest, sie tun mit dir nichts. Erst wenn du zusammenbrichst, d.h. am Verrecken bist, dann fangen sie an zu laufen. Dann klappt es auch."
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Sonntag, 1. Februar 2009
Wieviel Kinder braucht man, dass...
"Wieviel Kinder braucht man, dass sie die Eltern nach Schloß Elmau einladen?", fragte mich eine Frau, als wir mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind mit sichtlichem Vergnügen eine ganze Woche lang auf Schloß Elmau zubrachten.
Ich überlegte kurz und sagte:
"Sechs."
Ich habe nun ein paar so völlig überraschende Ereignisse mit unseren Kinder zusammengestellt, wo ich mir sage: "Das wäre ohne Kinder nicht möglich."
1. Gemeinsamer Urlaub auf Schloß Elmau
2. Familientreff in den Allgäuer Alpen zum 40. Geburtstag einer der Töchter.
3. Organisation eines Familientreffs anläßlich der Antrittsvorlesung in Universitätsstadt
4. Gemeinsame Erkundung von Kanada mit dem Auto.
5. Übernahme schwieriger Steinmetzarbeiten für den Vater bei einem gemeinsamen Bildhauerkurs mit 2 Kindern.
6. Durchführung einer Wanderung zu einem oberbayrischen Berggipfel und damit Erfüllung eines langersehnten Wanderzieles.
7. Übernahme des Lesens eines schwierigen Buches und markieren der Stellen, die den Vater interessieren.
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Ich überlegte kurz und sagte:
"Sechs."
Ich habe nun ein paar so völlig überraschende Ereignisse mit unseren Kinder zusammengestellt, wo ich mir sage: "Das wäre ohne Kinder nicht möglich."
1. Gemeinsamer Urlaub auf Schloß Elmau
2. Familientreff in den Allgäuer Alpen zum 40. Geburtstag einer der Töchter.
3. Organisation eines Familientreffs anläßlich der Antrittsvorlesung in Universitätsstadt
4. Gemeinsame Erkundung von Kanada mit dem Auto.
5. Übernahme schwieriger Steinmetzarbeiten für den Vater bei einem gemeinsamen Bildhauerkurs mit 2 Kindern.
6. Durchführung einer Wanderung zu einem oberbayrischen Berggipfel und damit Erfüllung eines langersehnten Wanderzieles.
7. Übernahme des Lesens eines schwierigen Buches und markieren der Stellen, die den Vater interessieren.
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Donnerstag, 8. Januar 2009
Email für die Ehefrau
Bis jetzt hat nur der Ehemann eine Emailadresse, aber jetzt hat der Schwiegersohn eine Emailadresse für die Ehefrau eingerichtet:
Grund:
Die Ehefrau ist Mitglied der Garchinger Hospizgruppe. Die Gruppe hat keinen Vorstand, sondern organisiert sich selbst im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Was liegt näher als die Zusammenarbeit der Gruppe mit Emails zu organisieren:
Grund:
Die Ehefrau ist Mitglied der Garchinger Hospizgruppe. Die Gruppe hat keinen Vorstand, sondern organisiert sich selbst im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Was liegt näher als die Zusammenarbeit der Gruppe mit Emails zu organisieren:
- Nächste Zusammenkunft, Tagesordnung
- Protokoll
- Ausflüge und Veranstaltungen
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EDV-Unterstützung
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Gute Jahre, schlechte Jahre
Es käme mehr darauf an, die Zahl der guten Jahre zu vermehren , anstatt die absoluten Zahl der Lebensjahre nach oben zu schrauben, meinen ein paar englische Wissenschaftler in der SZ. Die, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, erwarten in Deutschland 10 bis 15 gute Jahre und anschließend 10 bis 15 schlechtere Jahre.
Wie wahr, mehr gute Jahre wären natürlich recht.
Wie wahr, mehr gute Jahre wären natürlich recht.
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schlechte Jahre
Montag, 3. November 2008
Schwarmintelligenz
Eine Art von Schwarmintelligenz zu nutzen, ist, sich einer Reisegruppe des Seniorentreffs anzuschließen. Wir machen das gerne:
In den letzten 6 Wochen fuhren wir mit dem Seniorentreff einmal 5 Tage nach Mecklenburg-Vorpommern und einmal wanderten wir bei Reichenhall-Berchtesgaden auf dem Salinenweg, den Reichenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegte.
Die Seniorengruppe zeigte eine tolle Disziplin, es gab keinen einzigen Ausreißer. Varianten wurden von der Reiseleitung toleriert, wenn nur die Eckpunkte stimmten. Keiner sollte wegen solcher Sonderwünsche warten müssen. Musste auch keiner.
Das ist gar nicht so selbstverständlich. Kürzlich las ich den Excursionsbericht einer Gruppe an der TU. 19 Studenten und vier Betreuer samt Fahrer mussten auf einen Studenten länger als 15 Minuten warten, bis die Gruppe losfahren konnte.
Mir erzählte ein Ehepaar, sie habe die Route nach Mecklenburg- Vorpommern des Seniorentreffs abgefahren und habe noch so und soviel Orte besucht, was der Seniorentraff nicht angeboten habe. Unser Aufnahmevermögen hätte für nicht mehr gereicht und es wurde immer rumgefragt: Wollt ihr noch nach Doberan oder sonstwohin? Einmal haben wir noch einen Eichenhain im Regen besucht, aber nur die, die noch nicht genug hatten. Zugegeben, es hat sich gelohnt.
Es gibt noch andere Schwarmintelligenz , die man für sich nutzen kann. Am Tag der offenen Tür auf dem Campus trafen wir Bekannte in zwei Gruppen, die an uns vorbeizogen. Man spart sich das Heraussuchen aus den vielen, vielen Angeboten. Das funktionierte auch bei der langen Nacht der Münchner Museen. Die Beteiligten nutzen die Erfahrung anderer, die die Auswahl treffen. sie haben keine Umwege, verlieren keine Zeit durch Schlangestehen, werden nicht überfordert und haben Wahlmöglichkeiten. Sie können aufhören, wenn es ihnen reicht. Wir waren zu 13 unterwegs. Einer war nicht zufrieden und versuchte, seine Liste abzuarbeiten. Vergebens: Shuttle, Schlangen, falsch geschätzter Zeitaufwand, alles kam zusammen, und es gelang nur sehr, sehr wenig.
In den letzten 6 Wochen fuhren wir mit dem Seniorentreff einmal 5 Tage nach Mecklenburg-Vorpommern und einmal wanderten wir bei Reichenhall-Berchtesgaden auf dem Salinenweg, den Reichenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegte.
Die Seniorengruppe zeigte eine tolle Disziplin, es gab keinen einzigen Ausreißer. Varianten wurden von der Reiseleitung toleriert, wenn nur die Eckpunkte stimmten. Keiner sollte wegen solcher Sonderwünsche warten müssen. Musste auch keiner.
Das ist gar nicht so selbstverständlich. Kürzlich las ich den Excursionsbericht einer Gruppe an der TU. 19 Studenten und vier Betreuer samt Fahrer mussten auf einen Studenten länger als 15 Minuten warten, bis die Gruppe losfahren konnte.
Mir erzählte ein Ehepaar, sie habe die Route nach Mecklenburg- Vorpommern des Seniorentreffs abgefahren und habe noch so und soviel Orte besucht, was der Seniorentraff nicht angeboten habe. Unser Aufnahmevermögen hätte für nicht mehr gereicht und es wurde immer rumgefragt: Wollt ihr noch nach Doberan oder sonstwohin? Einmal haben wir noch einen Eichenhain im Regen besucht, aber nur die, die noch nicht genug hatten. Zugegeben, es hat sich gelohnt.
Es gibt noch andere Schwarmintelligenz , die man für sich nutzen kann. Am Tag der offenen Tür auf dem Campus trafen wir Bekannte in zwei Gruppen, die an uns vorbeizogen. Man spart sich das Heraussuchen aus den vielen, vielen Angeboten. Das funktionierte auch bei der langen Nacht der Münchner Museen. Die Beteiligten nutzen die Erfahrung anderer, die die Auswahl treffen. sie haben keine Umwege, verlieren keine Zeit durch Schlangestehen, werden nicht überfordert und haben Wahlmöglichkeiten. Sie können aufhören, wenn es ihnen reicht. Wir waren zu 13 unterwegs. Einer war nicht zufrieden und versuchte, seine Liste abzuarbeiten. Vergebens: Shuttle, Schlangen, falsch geschätzter Zeitaufwand, alles kam zusammen, und es gelang nur sehr, sehr wenig.
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