Samstag, 14. Juni 2008

Gedächtnistraining Gesprächsvorbereitung

Ein über 90jähriger bereitet sich auf seine Besuche vor. Worüber könnte er sich mit dem Besuch unterhalten? Was könnte den Besuch interessieren?

Er lässt sich aus der Zeitung das vorlesen, was den Besuch interessieren könnte. Noch besser ist es, wenn die Vorleserin nicht liest, sondern referiert und seine Fragen beantwortet. dann kann er gezielt fragen z.B. welche 3 Messmethoden wurden angewandt? Diese drei Methoden merkt er sich, lässt sie sich mehrmals wiederholen. Er wiederholt selbst die drei Methoden und fragt:
"Sind es diese drei?"

Meist hat der Besuch den Artikel tatsächlich gelesen, aber nicht so genau und der Besuch sagt sich:
"Das muß ich nochmal nachlesen. Das ist interessant."

Donnerstag, 5. Juni 2008

Gedächtnistraining Fortsetzung

Näheres zum Jonglieren:
Ich beginne mit zwei Bällen mit der rechten Hand, dann mit der linken. Zuerst arbeite ich mit Jonglierbällen, dann mit Tennisbällen.
Als nächstes mache ich die Übung mit drei Bällen.

Innerhalb von vier Wochen komme ich zu ganz guten Leistungen:
mit drei Tennisbällen: über 90
mit drei Jonglierbällen über 70

Ich glaube, es zeigen sich beim Tennis auch schon kleinere Verbesserungen. Der Aufschlag ist besser und ich habe wieder bessere Reaktionen. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich bei den Medenspielen bisher nur Niederlagen einheimse.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Gedächtnistraining

Gedächtnistraining ist derzeit der Hit bei den Spieleverkäufen. Aus USA kommt die Botschaft, das Hirn kann trainiert werden wie ein Muskel, es bilden sich neue Nervenzellen. Wichtig wäre das Trainieren neuer Verhaltensweisen, da sich dadurch neue Nervenzellen bilden und neue Schaltungen aufgebaut werden. Versagen alte Nervenzellen, treten an die Stelle alter Verhaltensweisen die neuen eingeübten Verhaltensweisen.

Ich suche mir deshalb jetzt häufig Dinge oder Aktivitäten, die ich so noch nie gemacht habe:
Ich fahre im leichten Nieselregen in die Nachbargemeinde mit dem Fahrrad.
Ich besuche die weiter entfernte Stadt , indem ich zunächst zu einer S-Bahn-Haltestelle eine halbe Stunde mit dem Rad fahre und dann den Rest mit der S-Bahn ohne Rad. Ich bin am Abend ganz schön geschafft, aber ich bin ganz glücklich, dass ich die Strecke trotz Regens geschafft habe.
Bisher habe ich es vermieden, neben Tennis mir für den Abend noch etwas vorzunehmen. Diesmal fahre ich noch nach München, besuche 3 Ausstellungen und noch einen Vortrag.

Schließlich fange ich wieder an, Jonglieren zu üben. Da sollen die Gehirnlappen wachsen.

Sonntag, 18. Mai 2008

25 Jahre jünger

In einem Kurs des Seniorentreffs frägt die Kursleiterin nach den geheimen Wünschen der Teilnehmer. Zwei Frauen ( 68 und 55 Jahre alt) antworten:
"Ich möchte 25 Jahre jünger sein."

Mich schüttelt es: Nochmal die Probleme mit 42 und älter lösen müssen, meine schöne Rentenzeit aufgeben, arbeiten, die hohen Aufwendungen für die studierenden Kinder tragen.

Jetzt als Rentner habe ich es am schönsten:
Ich kann mich für das Allegemeinwohl engagieren,
mir redet kein Chef mehr rein,
jedes Jahr lasse ich ein Stück meiner Gesundheit renovieren
ich kann mich auf das 4. Lebensalter vorbereiten.

Montag, 14. April 2008

Gesellschafter Senioren für Senioren

"Seniorenpaar sucht Gesellschafter(in) für 1-2 Stunden die Woche für:

- Vorlesen aus der Tageszeitung
- Vorlesen aus aktuellen Büchern
- Vorlesen von Briefen und amtlichen Mitteilungen
- Gespräche über technische und gesellschaftliche Entwicklungen
- Gespräche über das Neueste in der Stadt
- Austauch von Erinnerungen über Damals (Schule, Studium)

So oder so ähnlich konnte ich in einer Annonce lesen. In den Mitteilungen der Alumni der TUM wurde für eine über 90 jährige Forscherin eine Person gesucht, die sich mit ihr über die neuesten Entwicklungen auf ihrem ehemaligem Forschungsgebiet unterhalten könne.

Demographischer Hurrikan

Die Medien überschlagen sich mit Horrormeldungen. Die SZ titelte:
Demografischer Hurrikan.

Ein Vortrag von Frau Dr. Schrupp nimmt den Angstmachern den Wind aus den Segeln und macht Mut:

"Methusalems Mütter- Chancen des demografischen Wandels."

Die Theatertruppe Spätzünder zeigte im Seniorentreff, was sie meinte mit Senioren für Senioren und mit ihrer Aussage:

"keine Katastrophe, sondern viele Chancen für eine neue Weltsicht."

Spätzünder Theater von Senioren für Senioren

Im Seniorentreff stand Theater von Senioren für Senioren auf dem Programm.
Der Sprecher erklärte, was sie machen.

"Wir sind eine kleine Gruppe und keiner hat eigentlich Zeit, die einen müssen auf die Enkel aufpassen, die anderen sind bei unterschiedlichen Vereinen engagiert.

Deshalb studieren wir keine großen Stücke ein , sondern nur kurze Sketche.

Wir suchen Stücke aus mit wenigen Personen und einem Dialog, der sehr logisch ist.

Bevorzugt werden beliebte, lustige Stücke von Karl Valentin ( Die Brille, Der Zufall, Semmelnknödeln) oder Loriot ( Das Frühstücksei)."

Ein Schauspieler fügte beim Abgehen noch einige Dialogpassagen an, die er beim Stück vergessen hatte, auch das kam an.