Dienstag, 7. Oktober 2008

Warum gehen wir im Alter nicht nach Görlitz?

In der Süddeutschen Zeitung stand zu lesen, dass clevere alte Leute, nach Görlitz ziehen. Ein ehemaliger Buchhändler aus Münster sagte:
"Ich bekomme hier eine Wohnung zum halben Preis, das Leben ist preiswerter, die Wege kürzer, das Kulturangebot reichlich. Was will ich mehr? Ich bin den Milliarden gefolgt, die nach Görlitz geflossen sind."
Ich spreche mit einem frustriertem Mitbürger nach dem Motto:
"Bei uns wird es immer schlimmer. Warum bleiben wir Rentner hier?"

Ich meine wegen der Gesundheit.

Er: "Ich kenne eine Familie, die ist in eine Chiemgauer Kleinstadt gezogen. Sie haben hier ihr Haus im Speckgürtel von München verkauft, sich dort ein schöneres, neues Haus gekauft und immer noch 100 000 € gespart. Die Kleinstadt hat eine Therme, die tut mehr für ihre Gesundheit als die Münchner Spezialärzte, auf die ich wohl anspiele."

Ich wende ganz zaghaft ein:
"Hier hab ich doch meine Freunde, ich bin ehrenamtlich engagiert und das möchte ich nicht aufgeben."
"Das kannst du da unten auch machen, du bekommst schnell Anschluß."

"Ich möchte nicht darauf verzichten, in die heimliche Kulturhauptstadt zu fahren."

"Das können die auch, sie können zudem nach Rosenheim und Salzburg fahren, das würde für dich leicht langen."

"Ja schon, aber ich kannn es mir noch leisten, hier zu bleibnen."

"Ja dann, aber es wird bei der Finanzkrise nicht mehr lang dauern, bis dir die Inflation die Rente wegfrißt."

Freitag, 5. September 2008

Wolke 9

Der Film Wolke 9 erregte Aufsehen.
Für meinen Blog ist das kein Thema.

Ich verweise auf das Beispiel Goethe in meinem Block "Glük mit Bücherm" , der mit 74 Jahren als Witwer sich in eine 19 jährige verliebte und ihr die Heirat antrug. Er entsagte der Liebe, stürzte sich in die Arbeit und schuf Faust II und Wilhelm Meisters Wanderjahre, die zu seinem Rum wesentlich beitrugen.

Heutzutage könnte man ja einen Film drehen. (Wolke 9 wurde übrigens auch streckenweiese mit Amateurkameras erstellt.)

Freitag, 29. August 2008

Reisen im Alter

Wir haben eine Reise nach Kanada hinter uns, unsere erste Reise über den Ozean mit 8 Stunden Flugzeit mit 68 Jahren. Es ging alles bestens dank der Organisation unserer Kinder in Kanada und zu Hause:

1. Routenplanung:
Umsteigen in Frankfurt, Flug mit Lufthansapartner.
Keine Sprachschwierigkeiten beim Umsteigen,
Lufthansapartner:
Duchsagen auf Rückfahrt über Frankfurt und Spielfilm des Bordfernsehens in Deutsch

2. Übergabeprozedur am Flughafen
Transport hin und vom Flughafen erfolgte durch die Kinder. Sie gaben Tipps für den Flug ( Thrombosevorsorge: Socken, Decken, Bewegen) und das Gepäck (Mitnahme, Höchstgewicht: Umpacken)
Email der Kinder untereinander mit Foto der Eltern vom Ein- bzw. Auschecken.

3. Landaufenthalt:
Routenplanung (Ontario, Quebec)
Dolmetschen ( Aufgabe der Order, Rückfragen beantworten)
Quartierbeschaffung (Von Jugendherberge bis Nobelhotel)
Befördern im Auto (3.500 km in 3 Wochen)
Brotzeit für Wanderungen bereithalten
Fehlende Utensilien kaufen

Ein wunderbares Rundum-Sorglos-Packet, damit kann man als Reisemuffel richtig Appetit bekommen.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Finden, aber wie Folge 2

Eine zweite Regel könnte lauten:

"Suche sofort den Ort auf, wo du den Gegenstand verloren haben könntest."

Zweimal habe ich innerhalb kürzeter Zeit meine Armbanduhr verloren.
Das erste Mal brauchte ich 2 Tage, bis mir einfiel, dass ich meine Uhr wahrscheinlich am Seeufer beim Baden verloren hatte. Ich fuhr erst dann zum See, um nach der Uhr zu suchen. Ich sah noch den Deckel der Uhr und ein Stück vom Lederarmband meiner Uhr. Den Rest hat der Finder wahrscheinlich voller Zorn in den See hineingeschmissen.

Diesmal kam ich sofort auf die Idee, dass die Uhr am See beim Anziehen vom Rad heruntergefallen ist. Ich fuhr sofort wieder zum See und siehe da , im hohen Gras blitzte das Metall der Armbandschließe und ich fand die Uhr sofort wieder.

Reihe: Besser finden Nr1, Schick den Jockel nach

Es gibt im 4. Lebenslater häufig nur noch dieMöglichkeit: Die Fähigkeit etwas zu finden, zu verbessern.
Hierzu ein paar Erfahrungen:
Ragel 1
Schicke einem verlorenen Gegenstand einen zweiten nach.

Das erinnert an die Geschichte mit dem Jockel, der den verloren gegangenen Knecht suchen soll und auch nicht wiederkommt. Es geht änlich, aber hat oft Erfolg.
Den besten erfolg hatte ich damit, als ich meine Tasche verlor, die ich sehr liebte, weil sie mir meine Ehefrau handgeschneidert hatte.
Ich dachte nach, wie ich die Tasche verloren hatte. Das ist natürlich die unbedingte Voraussetzung dafür, dass die Methode hinhaut. Ich brachte hereus, dass ich whrscheinlich die Tasche auf deás Dach meines Autos , eines R4, gelegt hatte und dann einfach losgefahren bin. Irgendwo musste die Tasche vom Dach gerutscht sein.
Ich legte einfach eine zweite Tasche auf das Dach und fuhr los. Ich passe auf, wann die Tasche diesmal runterfällt. Ich halte an und siehe da, keine 2 Meter davon entfernt, finde ich meine Lieblingstasche wieder.

Jetzt wende ich dieselbe Methode wieder an:
Ich jongliere im Garten. Da passiert es, dass sich ein Jonglierball in den Büschen und Stauden verkriecht. Er ist weg. Am einfachsten ist es wie oben beschrieben, zu warten, bis ein Ersatzball runterfällt und sich in den Büschen und Sträuchern verkriecht. Ich verfolge dessen Weg diesmal genau, so dass ich ihn gleich wiederfinde und oft liegt nicht weit daneben der Ball, den ich als erstes verlor.

Montag, 7. Juli 2008

1.Beitrag zur Reihe Dienstleistungen für das 4. Lebensalter

In den Prospekten des betreuten Wohnens werden auch Dienstleistungen für die Bewohner angeboten. Hierzu wird ein ganzer Katalog angeboten. Welche sind aber gefragt, welche nicht?

Hierzu unsere Erfahrungen:
Vorlesen
Begleitung auf Spaziergang
Auskünfte zu Einkaufsmöglichkeiten, Erste Hilfe, Ärzten und Versorgung von Notfällen z.B. Schnittwunden
Tätige Hilfe bei Wespen, Bienen, Ameisen etc. (Sofortmaßnahmen und Beauftragung von Spezialfirmen)
Tätige Hilfe bei unerwarteten Problemen (z.B. Reißverschluß, Ausfall von Heizung, Wasserbruch)
Handhabung technischer Geräte (Rollator, Rollstuhl, Hörgerät, Notfallruf)

Freiwillige Feuerwehr Garching macht Übung beim Pflegeheim.

Eine der Nachrichten, die mich immer wieder erschüttern, lautet:
"Bewohner des Altersheims oder Pflegeheims in den Flammen umgekommen."

Die Freiwillige Feuerwehr Garching machte beim mehrstöckigen, neuen Pflegeheim eine Übung für den Brandfall. meine Frau war als Beobachterin zu der Übung eingeladen. Sie war über jahrzehnte Sicherheitsbeauftragte in der Grundschule Garching Ost und betreut jetzt 2 Frauen im Pflegeheim, so dass sie sich mit Feuerwehrübungen und dem Pflegeheim auskennt.

Sie war überrascht von der Professionalität der Feuerwehr und der Pflegeheimleitung und ist sich sicher, dass die Bewohner des Pflegeheims im Ernstfall gerettet würden.:

Im Haus ist eine Steigleitung für das Löschwasser verlegt, so dass die einzelnen Geschosse rasch mit Löschwasser versorgt werden können.
Auf einen Balkon geflüchtete Bewhner wurden mit einem Schrägaufzug gerettet.
Etwa vierzig Bewohner wurden aus einem verqualmten Geschoss mit Tragen über das Treppenhaus gerettet. (Zunächst wollten viele Bewohner retten lassen. Bis auf eine Person waren es dann Feuerwehrleute, die sich retten ließen.)
Im benachbartem Seniorentreff wurde ein Aufnahmestation für die Betreuung der Geretteten eingerichtet