Eine Art von Schwarmintelligenz zu nutzen, ist, sich einer Reisegruppe des Seniorentreffs anzuschließen. Wir machen das gerne:
In den letzten 6 Wochen fuhren wir mit dem Seniorentreff einmal 5 Tage nach Mecklenburg-Vorpommern und einmal wanderten wir bei Reichenhall-Berchtesgaden auf dem Salinenweg, den Reichenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegte.
Die Seniorengruppe zeigte eine tolle Disziplin, es gab keinen einzigen Ausreißer. Varianten wurden von der Reiseleitung toleriert, wenn nur die Eckpunkte stimmten. Keiner sollte wegen solcher Sonderwünsche warten müssen. Musste auch keiner.
Das ist gar nicht so selbstverständlich. Kürzlich las ich den Excursionsbericht einer Gruppe an der TU. 19 Studenten und vier Betreuer samt Fahrer mussten auf einen Studenten länger als 15 Minuten warten, bis die Gruppe losfahren konnte.
Mir erzählte ein Ehepaar, sie habe die Route nach Mecklenburg- Vorpommern des Seniorentreffs abgefahren und habe noch so und soviel Orte besucht, was der Seniorentraff nicht angeboten habe. Unser Aufnahmevermögen hätte für nicht mehr gereicht und es wurde immer rumgefragt: Wollt ihr noch nach Doberan oder sonstwohin? Einmal haben wir noch einen Eichenhain im Regen besucht, aber nur die, die noch nicht genug hatten. Zugegeben, es hat sich gelohnt.
Es gibt noch andere Schwarmintelligenz , die man für sich nutzen kann. Am Tag der offenen Tür auf dem Campus trafen wir Bekannte in zwei Gruppen, die an uns vorbeizogen. Man spart sich das Heraussuchen aus den vielen, vielen Angeboten. Das funktionierte auch bei der langen Nacht der Münchner Museen. Die Beteiligten nutzen die Erfahrung anderer, die die Auswahl treffen. sie haben keine Umwege, verlieren keine Zeit durch Schlangestehen, werden nicht überfordert und haben Wahlmöglichkeiten. Sie können aufhören, wenn es ihnen reicht. Wir waren zu 13 unterwegs. Einer war nicht zufrieden und versuchte, seine Liste abzuarbeiten. Vergebens: Shuttle, Schlangen, falsch geschätzter Zeitaufwand, alles kam zusammen, und es gelang nur sehr, sehr wenig.
Montag, 3. November 2008
Dienstag, 7. Oktober 2008
Warum gehen wir im Alter nicht nach Görlitz?
In der Süddeutschen Zeitung stand zu lesen, dass clevere alte Leute, nach Görlitz ziehen. Ein ehemaliger Buchhändler aus Münster sagte:
"Ich bekomme hier eine Wohnung zum halben Preis, das Leben ist preiswerter, die Wege kürzer, das Kulturangebot reichlich. Was will ich mehr? Ich bin den Milliarden gefolgt, die nach Görlitz geflossen sind."
Ich spreche mit einem frustriertem Mitbürger nach dem Motto:
"Bei uns wird es immer schlimmer. Warum bleiben wir Rentner hier?"
Ich meine wegen der Gesundheit.
Er: "Ich kenne eine Familie, die ist in eine Chiemgauer Kleinstadt gezogen. Sie haben hier ihr Haus im Speckgürtel von München verkauft, sich dort ein schöneres, neues Haus gekauft und immer noch 100 000 € gespart. Die Kleinstadt hat eine Therme, die tut mehr für ihre Gesundheit als die Münchner Spezialärzte, auf die ich wohl anspiele."
Ich wende ganz zaghaft ein:
"Hier hab ich doch meine Freunde, ich bin ehrenamtlich engagiert und das möchte ich nicht aufgeben."
"Das kannst du da unten auch machen, du bekommst schnell Anschluß."
"Ich möchte nicht darauf verzichten, in die heimliche Kulturhauptstadt zu fahren."
"Das können die auch, sie können zudem nach Rosenheim und Salzburg fahren, das würde für dich leicht langen."
"Ja schon, aber ich kannn es mir noch leisten, hier zu bleibnen."
"Ja dann, aber es wird bei der Finanzkrise nicht mehr lang dauern, bis dir die Inflation die Rente wegfrißt."
"Ich bekomme hier eine Wohnung zum halben Preis, das Leben ist preiswerter, die Wege kürzer, das Kulturangebot reichlich. Was will ich mehr? Ich bin den Milliarden gefolgt, die nach Görlitz geflossen sind."
Ich spreche mit einem frustriertem Mitbürger nach dem Motto:
"Bei uns wird es immer schlimmer. Warum bleiben wir Rentner hier?"
Ich meine wegen der Gesundheit.
Er: "Ich kenne eine Familie, die ist in eine Chiemgauer Kleinstadt gezogen. Sie haben hier ihr Haus im Speckgürtel von München verkauft, sich dort ein schöneres, neues Haus gekauft und immer noch 100 000 € gespart. Die Kleinstadt hat eine Therme, die tut mehr für ihre Gesundheit als die Münchner Spezialärzte, auf die ich wohl anspiele."
Ich wende ganz zaghaft ein:
"Hier hab ich doch meine Freunde, ich bin ehrenamtlich engagiert und das möchte ich nicht aufgeben."
"Das kannst du da unten auch machen, du bekommst schnell Anschluß."
"Ich möchte nicht darauf verzichten, in die heimliche Kulturhauptstadt zu fahren."
"Das können die auch, sie können zudem nach Rosenheim und Salzburg fahren, das würde für dich leicht langen."
"Ja schon, aber ich kannn es mir noch leisten, hier zu bleibnen."
"Ja dann, aber es wird bei der Finanzkrise nicht mehr lang dauern, bis dir die Inflation die Rente wegfrißt."
Freitag, 5. September 2008
Wolke 9
Der Film Wolke 9 erregte Aufsehen.
Für meinen Blog ist das kein Thema.
Ich verweise auf das Beispiel Goethe in meinem Block "Glük mit Bücherm" , der mit 74 Jahren als Witwer sich in eine 19 jährige verliebte und ihr die Heirat antrug. Er entsagte der Liebe, stürzte sich in die Arbeit und schuf Faust II und Wilhelm Meisters Wanderjahre, die zu seinem Rum wesentlich beitrugen.
Heutzutage könnte man ja einen Film drehen. (Wolke 9 wurde übrigens auch streckenweiese mit Amateurkameras erstellt.)
Für meinen Blog ist das kein Thema.
Ich verweise auf das Beispiel Goethe in meinem Block "Glük mit Bücherm" , der mit 74 Jahren als Witwer sich in eine 19 jährige verliebte und ihr die Heirat antrug. Er entsagte der Liebe, stürzte sich in die Arbeit und schuf Faust II und Wilhelm Meisters Wanderjahre, die zu seinem Rum wesentlich beitrugen.
Heutzutage könnte man ja einen Film drehen. (Wolke 9 wurde übrigens auch streckenweiese mit Amateurkameras erstellt.)
Freitag, 29. August 2008
Reisen im Alter
Wir haben eine Reise nach Kanada hinter uns, unsere erste Reise über den Ozean mit 8 Stunden Flugzeit mit 68 Jahren. Es ging alles bestens dank der Organisation unserer Kinder in Kanada und zu Hause:
1. Routenplanung:
Umsteigen in Frankfurt, Flug mit Lufthansapartner.
Keine Sprachschwierigkeiten beim Umsteigen,
Lufthansapartner:
Duchsagen auf Rückfahrt über Frankfurt und Spielfilm des Bordfernsehens in Deutsch
2. Übergabeprozedur am Flughafen
Transport hin und vom Flughafen erfolgte durch die Kinder. Sie gaben Tipps für den Flug ( Thrombosevorsorge: Socken, Decken, Bewegen) und das Gepäck (Mitnahme, Höchstgewicht: Umpacken)
Email der Kinder untereinander mit Foto der Eltern vom Ein- bzw. Auschecken.
3. Landaufenthalt:
Routenplanung (Ontario, Quebec)
Dolmetschen ( Aufgabe der Order, Rückfragen beantworten)
Quartierbeschaffung (Von Jugendherberge bis Nobelhotel)
Befördern im Auto (3.500 km in 3 Wochen)
Brotzeit für Wanderungen bereithalten
Fehlende Utensilien kaufen
Ein wunderbares Rundum-Sorglos-Packet, damit kann man als Reisemuffel richtig Appetit bekommen.
1. Routenplanung:
Umsteigen in Frankfurt, Flug mit Lufthansapartner.
Keine Sprachschwierigkeiten beim Umsteigen,
Lufthansapartner:
Duchsagen auf Rückfahrt über Frankfurt und Spielfilm des Bordfernsehens in Deutsch
2. Übergabeprozedur am Flughafen
Transport hin und vom Flughafen erfolgte durch die Kinder. Sie gaben Tipps für den Flug ( Thrombosevorsorge: Socken, Decken, Bewegen) und das Gepäck (Mitnahme, Höchstgewicht: Umpacken)
Email der Kinder untereinander mit Foto der Eltern vom Ein- bzw. Auschecken.
3. Landaufenthalt:
Routenplanung (Ontario, Quebec)
Dolmetschen ( Aufgabe der Order, Rückfragen beantworten)
Quartierbeschaffung (Von Jugendherberge bis Nobelhotel)
Befördern im Auto (3.500 km in 3 Wochen)
Brotzeit für Wanderungen bereithalten
Fehlende Utensilien kaufen
Ein wunderbares Rundum-Sorglos-Packet, damit kann man als Reisemuffel richtig Appetit bekommen.
Labels:
Routenplanung,
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Übergabe
Donnerstag, 17. Juli 2008
Finden, aber wie Folge 2
Eine zweite Regel könnte lauten:
"Suche sofort den Ort auf, wo du den Gegenstand verloren haben könntest."
Zweimal habe ich innerhalb kürzeter Zeit meine Armbanduhr verloren.
Das erste Mal brauchte ich 2 Tage, bis mir einfiel, dass ich meine Uhr wahrscheinlich am Seeufer beim Baden verloren hatte. Ich fuhr erst dann zum See, um nach der Uhr zu suchen. Ich sah noch den Deckel der Uhr und ein Stück vom Lederarmband meiner Uhr. Den Rest hat der Finder wahrscheinlich voller Zorn in den See hineingeschmissen.
Diesmal kam ich sofort auf die Idee, dass die Uhr am See beim Anziehen vom Rad heruntergefallen ist. Ich fuhr sofort wieder zum See und siehe da , im hohen Gras blitzte das Metall der Armbandschließe und ich fand die Uhr sofort wieder.
"Suche sofort den Ort auf, wo du den Gegenstand verloren haben könntest."
Zweimal habe ich innerhalb kürzeter Zeit meine Armbanduhr verloren.
Das erste Mal brauchte ich 2 Tage, bis mir einfiel, dass ich meine Uhr wahrscheinlich am Seeufer beim Baden verloren hatte. Ich fuhr erst dann zum See, um nach der Uhr zu suchen. Ich sah noch den Deckel der Uhr und ein Stück vom Lederarmband meiner Uhr. Den Rest hat der Finder wahrscheinlich voller Zorn in den See hineingeschmissen.
Diesmal kam ich sofort auf die Idee, dass die Uhr am See beim Anziehen vom Rad heruntergefallen ist. Ich fuhr sofort wieder zum See und siehe da , im hohen Gras blitzte das Metall der Armbandschließe und ich fand die Uhr sofort wieder.
Reihe: Besser finden Nr1, Schick den Jockel nach
Es gibt im 4. Lebenslater häufig nur noch dieMöglichkeit: Die Fähigkeit etwas zu finden, zu verbessern.
Hierzu ein paar Erfahrungen:
Ragel 1
Schicke einem verlorenen Gegenstand einen zweiten nach.
Das erinnert an die Geschichte mit dem Jockel, der den verloren gegangenen Knecht suchen soll und auch nicht wiederkommt. Es geht änlich, aber hat oft Erfolg.
Den besten erfolg hatte ich damit, als ich meine Tasche verlor, die ich sehr liebte, weil sie mir meine Ehefrau handgeschneidert hatte.
Ich dachte nach, wie ich die Tasche verloren hatte. Das ist natürlich die unbedingte Voraussetzung dafür, dass die Methode hinhaut. Ich brachte hereus, dass ich whrscheinlich die Tasche auf deás Dach meines Autos , eines R4, gelegt hatte und dann einfach losgefahren bin. Irgendwo musste die Tasche vom Dach gerutscht sein.
Ich legte einfach eine zweite Tasche auf das Dach und fuhr los. Ich passe auf, wann die Tasche diesmal runterfällt. Ich halte an und siehe da, keine 2 Meter davon entfernt, finde ich meine Lieblingstasche wieder.
Jetzt wende ich dieselbe Methode wieder an:
Ich jongliere im Garten. Da passiert es, dass sich ein Jonglierball in den Büschen und Stauden verkriecht. Er ist weg. Am einfachsten ist es wie oben beschrieben, zu warten, bis ein Ersatzball runterfällt und sich in den Büschen und Sträuchern verkriecht. Ich verfolge dessen Weg diesmal genau, so dass ich ihn gleich wiederfinde und oft liegt nicht weit daneben der Ball, den ich als erstes verlor.
Hierzu ein paar Erfahrungen:
Ragel 1
Schicke einem verlorenen Gegenstand einen zweiten nach.
Das erinnert an die Geschichte mit dem Jockel, der den verloren gegangenen Knecht suchen soll und auch nicht wiederkommt. Es geht änlich, aber hat oft Erfolg.
Den besten erfolg hatte ich damit, als ich meine Tasche verlor, die ich sehr liebte, weil sie mir meine Ehefrau handgeschneidert hatte.
Ich dachte nach, wie ich die Tasche verloren hatte. Das ist natürlich die unbedingte Voraussetzung dafür, dass die Methode hinhaut. Ich brachte hereus, dass ich whrscheinlich die Tasche auf deás Dach meines Autos , eines R4, gelegt hatte und dann einfach losgefahren bin. Irgendwo musste die Tasche vom Dach gerutscht sein.
Ich legte einfach eine zweite Tasche auf das Dach und fuhr los. Ich passe auf, wann die Tasche diesmal runterfällt. Ich halte an und siehe da, keine 2 Meter davon entfernt, finde ich meine Lieblingstasche wieder.
Jetzt wende ich dieselbe Methode wieder an:
Ich jongliere im Garten. Da passiert es, dass sich ein Jonglierball in den Büschen und Stauden verkriecht. Er ist weg. Am einfachsten ist es wie oben beschrieben, zu warten, bis ein Ersatzball runterfällt und sich in den Büschen und Sträuchern verkriecht. Ich verfolge dessen Weg diesmal genau, so dass ich ihn gleich wiederfinde und oft liegt nicht weit daneben der Ball, den ich als erstes verlor.
Montag, 7. Juli 2008
1.Beitrag zur Reihe Dienstleistungen für das 4. Lebensalter
In den Prospekten des betreuten Wohnens werden auch Dienstleistungen für die Bewohner angeboten. Hierzu wird ein ganzer Katalog angeboten. Welche sind aber gefragt, welche nicht?
Hierzu unsere Erfahrungen:
Vorlesen
Begleitung auf Spaziergang
Auskünfte zu Einkaufsmöglichkeiten, Erste Hilfe, Ärzten und Versorgung von Notfällen z.B. Schnittwunden
Tätige Hilfe bei Wespen, Bienen, Ameisen etc. (Sofortmaßnahmen und Beauftragung von Spezialfirmen)
Tätige Hilfe bei unerwarteten Problemen (z.B. Reißverschluß, Ausfall von Heizung, Wasserbruch)
Handhabung technischer Geräte (Rollator, Rollstuhl, Hörgerät, Notfallruf)
Hierzu unsere Erfahrungen:
Vorlesen
Begleitung auf Spaziergang
Auskünfte zu Einkaufsmöglichkeiten, Erste Hilfe, Ärzten und Versorgung von Notfällen z.B. Schnittwunden
Tätige Hilfe bei Wespen, Bienen, Ameisen etc. (Sofortmaßnahmen und Beauftragung von Spezialfirmen)
Tätige Hilfe bei unerwarteten Problemen (z.B. Reißverschluß, Ausfall von Heizung, Wasserbruch)
Handhabung technischer Geräte (Rollator, Rollstuhl, Hörgerät, Notfallruf)
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